Mir haben moderne westliche Männer schon immer leid getan, weil selbst Thomas Gottschalk es nicht geschafft hat, den Rock für den Mann wieder populär zu machen. In anderen Kulturen dürfen auch die Männer mit diesem fantastischen Kleidungsstück herum laufen, aber den armen Westlern ist es nach wie vor nicht gegönnt. Oder kennen Sie einen Banker, der im flotten Minirock hinter dem Beratungsschalter sitzt?
Verführerische Vielfalt
Dabei gehören Röcke sowie Kleider zu den schönsten und vielseitigsten Kleidungsstücken, die eine Frau im Schrank haben kann. Eng oder weit, kurz oder bodenlang, bunt gemustert oder edel in Schwarz, streng oder verspielt, es gibt einen Rock oder ein Kleid für jeden Stil und jede Stimmung. Wer sich einmal mit ihnen angefreundet hat, wird eines Tages feststellen, dass keine einzige Hose im Schrank überdauert hat – nur noch die Notfallhose für die Gartenarbeit hat überlebt.
Aber… Röcke sind doch so unpraktisch!
Viele Frauen, die nur in Hosen herum laufen, behaupten nun allerdings, ein Rock sei sowohl unpraktisch als auch unbequem. Man könne sich in ihm nicht so frei bewegen und setzen wie in einer Hose.
Dem muss ich leider absolut widersprechen. Bei manchen körperlichen Arbeiten mag das vielleicht zutreffen. Zur Feldarbeit kann eine Hose ja das richtige Kleidungsstück sein, aber welche Frau arbeitet schon dauernd auf dem Feld oder liegt ständig auf der Hebebühne unter einem öligen Auto?
Wirklich unbequem ist eine enge Jeans, die im Schritt kneift und erwiesenermaßen in sensiblen Körperbereichen sogar zu gesundheitlichen Beschwerden führen kann. Unpraktisch ist eine Hose, wenn man eine öffentliche Toilette benutzen möchte, aber dabei die Hose sich in einem Wust auf dem nicht gerade sauberen Boden kringelt – mit Rock wäre das nicht passiert! Und unvorteilhaft ist eine Hose, die zu eng geworden ist und bei der die überzähligen Kilos in Röllchen oberhalb des Bundes heraus quellen. Oder die Rückseite viel massiger wirkt, als sie eigentlich ist, weil der hautenge Schnitt der Hose eigentlich nicht zu der Figur passt.
Hosen und die Weiblichkeit
Und wenn ich mir ansehe, wie Frauen in Hosen mit Siebenmeilenschritten gehen oder ich ertragen muss, wie sie breitbeinig in ihrer Hose auf dem Sofa sitzen, kann ich nur den Verlust an Weiblichkeit beklagen, der damit einher geht. Ja, in einem Kleid oder einem Rock bewegt man sich anders. Die Schritte werden etwas kleiner, der Gang ist nicht mehr so nassforsch, sondern anmutiger. Ein fließender Rock lässt eine Frau gleich ganz anders gehen, und nur extreme Miniröcke im Bleistiftstil erfordern beim Sitzen eine gewisse Behutsamkeit.
Röcke und Kleider für jede Jahreszeit
Ansonsten gibt es gerade im Sommer nichts Angenehmeres als einen luftigen Rock aus leichter Baumwolle, wenn eine leichte Brise die nackten Beine umspielt. Und mit nichts kann man besser kokettieren als mit einem Rocksaum, der beim Treppensteigen leicht angehoben wird und einen zart gebräunten Oberschenkel entblößt. Schwestern, ihr wisst gar nicht, was ihr euch alles entgehen lasst!
Im Winter geben die Röcke zudem ihrer Trägerin die Gelegenheit, ihre Beine mit schwarzen Designerstrumpfhosen zur Geltung zu bringen oder die tollen Stiefel zu zeigen, die unter einer Hose gar nicht sichtbar wären. Und glaubt mir, im Winter ist ein Rock mit einer Strumpfhose um ein Vielfaches wärmer als eine Jeans, durch die der kalte Wind ungebremst pfeift.
Röcke – das ultimative Diätgeheimnis!
Und ein absoluter Pluspunkt muss noch auf das Konto der Röcke gebucht werden: Sehr viele Röcke sind ausgesprochen figurfreundlich und können mit leichter Eleganz ein Röllchen hier oder ein Bäuchlein dort zum Verschwinden bringen – das schafft keine Hose! Zumal es oft Zeiten gibt, in denen man nur Hosen kaufen kann, die für halb verhungerte Teenager passend wären, aber nicht für eine Frau mit anständigen Kurven. Ein gut geschnittener Rock in A-Linie hingegen ersetzt schon beim Anziehen eine wochenlange Diät. Guten Appetit!
